Blick hinter die Kulissen in der Naxoshalle
22.07.2026
17 Uhr, Naxoshalle/Theater Willy Praml
Als Teil unserer losen Reihe begibt sich die 496. Kleine Gruppe in die Naxoshalle. Hier ist unter anderem seit etwa 25 Jahren das 1991 gegründete Theater Willy Praml ansässig – nachdem es zuvor keine feste Spielstätte hatte. Zur 1200-Jahr-Feier der Stadt darf das Ensemble erstmals in der „Industriekathedrale“ im Frankfurter Ostend proben, im Jahr 2000 schließ- lich eine Produktion dort spielen – und bleibt. Der „majestätischste und zugleich ärmste Theaterraum der Stadt“, so die Selbstbeschreibung, bietet seitdem eine einmalige Kulisse. Doch auch hier zeigt sich die prekäre Lage der freien Kunstszene und des freien Theaters im Speziellen – es fehlt allenthalben an Geldern. Die denkmalgeschützte ehemalige Maschinenhalle trägt eine wechselvolle Geschichte in sich, von der industriellen Blü- tezeit über das humanistisch geprägte Unternehmertum der jüdischen Familie Pfungst bis hin zu den dunkelsten Kapiteln während des Nationalsozialismus. Im Zuge der Machtergreifung kommt es zur Enteignung, und während des Zweiten Weltkriegs spielt die Firma Naxos-Union eine bedeutende Rolle in der deutschen Kriegswirtschaft. Nach Kriegsende wird die zivile Produktion schrittweise wieder aufgenommen und erst im Jahr 1989 am Standort eingestellt. Heute erinnert die Naxoshalle mit einer umfassenden Ausstellung an ihre komplexe Historie.
MITTWOCH, 22. JULI, 17 UHR
Naxoshalle/Theater Willy Praml
Waldschmidtstraße 19, 60316 Frankfurt
Treffpunkt im Foyer
Führung Michael Weber
Dauer etwa 1,5 Stunden, max. 20 Teilnehmer
Anmeldung beim KKF bis 21. Juli
Führung nur für KKF-Mitglieder
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