16.10.2025

Malerische Entdeckung

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„Carl Schuch und Frankreich“ im Städel

16.10.2025
18.45 Uhr, Städel Museum

Der aus Wien stammende Künstler Carl Schuch, geboren im Kaiserreich Österreich, vom Selbstverständnis her Europäer, steht als Maler am Übergang zur Wiener Moderne. Er kann wohl als der „bekannteste Unbekannte“ der Malerei des 19. Jahrhunderts und sicher nach wie vor als Geheimtipp gelten. Als rastloser Kosmopolit löst er sich früh von nationalen Zuschreibungen und widmet sich kompromisslos der Malerei. Zu Lebzeiten ist er der Öffentlichkeit kaum bekannt, doch nach seinem Tod erkennt die Kunstwelt schnell die Qualität seines Werks, bevor es später wieder in Vergessenheit gerät. Wie viele Künstler seiner Generation erlebt er seine prägendste Zeit in der Metropole Paris, wo er sich von 1882 bis 1894 aufhält. Hier widmet er sich vorrangig dem Genre des Stilllebens; es entstehen aber auch Landschaftsbilder und einige Porträts. Großen Einfluss auf sein Schaffen hat der Kontakt zu Wilhelm Leibl und dessen Kreis. Der lockere Zusammenschluss junger Künstler orientiert sich zuvorderst an der französischen Kunst – mit dem Ziel der „reinen und ehrlichen Malerei“. Die 478. Kleine Gruppe kann sich im Städel an rund 70 Gemälden Schuchs erfreuen, die einen anregenden Dialog mit etwa 50 bedeutenden Werken französischer Künstler wie Paul Cézanne, Camille Corot, Gustave Courbet, Édouard Manet und Claude Monet eingehen.

DONNERSTAG, 16. OKTOBER, 18.45 UHR
Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Dauer 1 Stunde, max. 25 Teilnehmer
Anmeldung beim KKF bis 14. Oktober

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