05.02.2026

SOLASTALGIE: Landschaften im Dialog

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Spaziergänge im Museum Giersch der Goethe-Universität

05.02.2026
18 Uhr, Museum Giersch der Goethe-Universität

Im vergangenen Jahr hat das Museum Giersch gleich zwei Jubiläen begangen: sein 25­jähriges Bestehen ebenso wie die 10­jährige Zugehörigkeit zur Universität. Aus diesem Anlass zeigt es eine Ausstellung, die die ursprüngliche mit der aktuellen Ausrichtung des Hauses zusammenbringt, indem Arbeiten zeitgenössischer Künstler mit historischen Landschaftsgemälden in Dialog treten. Diese stammen aus dem 18. bis frühen 20. Jahrhundert und sind Teil der umfangreichen Sammlung des Stifterpaares Giersch. Thema der Schau ist die Ambivalenz von Schönheit und Bedrohung in Landschaften sowie das gespaltene Verhältnis des Menschen zur Umwelt. Konzipiert als Spaziergang, eröffnet sie vielfältige Wege durch die Räume und bezieht auch den Ausblick auf Main, Stadt und Garten ein. In den künstlerischen Positionen geht es um Umnutzung urbaner Brachflächen, Umweltverschmutzung durch den Abbau Seltener Erden, aber auch um die individuelle Begegnung, das Sich-­in­-Bezug-­Setzen zur Landschaft. Es treffen eigens geschaffene oder neu aufgelegte Installationen von Asad Raza – 26 Bäume wachsen im Erdgeschoss des Museums –, Andrea Acosta oder Marcus Maeder auf alte Bekannte: Malerei von Wilhelm Trübner, Carl Morgenstern oder Jakob Nussbaum. Die 486. Kleine Gruppe kann sich von dem Gefühl mitreißen lassen, das der Ausstellung den Titel gegeben hat: „Solastalgie“, irgendwo zwischen Trauer, Wehmut, Trost und Zuwendung.

DONNERSTAG, 5. FEBRUAR, 18 UHR
Museum Giersch der Goethe-Universität
Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt
Führung Claudia Knöpfel
Dauer etwa 1 Stunde, max. 20 Teilnehmer
Anmeldung beim KKF bis 4. Februar